Phänomedial

„Manchmal denke ich, Frank Sinatra ist an allem schuld!“

Diese Aussage stammt nicht von mir, sondern aus dem Prolog von Wolfgang Ga(e)bler – aber der Reihe nach…

Mein treuer Weggefährte und Arbeitskollege Karl-Heinz hat mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Es erzählt die (Leidens-) Geschichte von Wolfgang Ga(e)bler und seiner Familie, wie sie sich ihren Traum erfüllen wollten, in der wohl bekanntesten Stadt in den USA Fuß zu fassen und den Rest des Lebens dort zu verbringen. Monatelang, wenn nicht gar jahrelang (wie der Autor in seinem Vorwort selbst bemerkt) hatte sich die Familie damit auseinandergesetzt, was man tun muss, um in den USA leben zu dürfen – und dann war es soweit, angekommen in New York (City).

Schon alleine der Prolog macht Lust auf mehr:

„Manchmal denke ich, Frank Sinatra ist an allem schuld! 
Hätte er damals nicht ‚New York, New York‘ gesungen, hätte sich in mir (und Millionen anderen) vielleicht nie diese romantische Vorstellung von dieser wundervollen Stadt am Hudson River festgesetzt, die niemals schläft, immer bunt leuchtet und überhaupt aussieht wie die Eisenbahnanlage im Keller meines Elternhauses, wenn man das Licht ausmachte! Nur vielleicht noch größer, noch bunter, noch leuchtender und vor allen noch viel verheißungsvoller. 
Schon damals wollte ich ein Teil dieser Eisenbahnanlage sein und diese unbekannte Welt erkunden.
Okay, vielleicht war es ja gar nicht der gute alte Frank, vielleicht war dann doch Märklin (der Hersteller der Eisenbahnanlage) schuld an dem, was kommen sollte.“

Zwei Jahre lang hat die Familie in New York gelebt und musste dabei feststellen, dass das Leben, wie man es sich als ’normaler‘ Tourist vorstellt, in der Wirklichkeit nicht wirklich stattfindet.

„Jeder Tag ist anders und jeder Tag ist spannend, aber auch chaotisch und nervenaufreibend.“

Spannend, mit viel Witz und Humor (und bestückt mit wundervollen Bildern) beschreibt Wolfgang Ga(e)bler das Erlebte während ihrer Zeit in der Metropole. Geschichten, die wahrlich das Leben schrieb. Aus der Sicht eines Familienvaters, der aus dem doch eher beschaulichen Deutschland kommt. Das Schmunzeln und Lachen kommt dabei nicht zu kurz – in regelmäßigen Abständen. Andererseits werden in diesem Buch auch viele Dinge angesprochen und erklärt, die uns durchaus zum Nachdenken zwingen sollten – ganz unter dem Motto: andere Länder, andere Sitten. Und man hält es kaum für möglich, dass es sich bei der einen oder anderen erzählten Szene eben um jenes Land handelt, mit den ‚unbegrenzten Möglichkeiten’…

Daumen hoch für dieses literarische (Kunst-) Werk; und das nicht nur einmal, sondern gleich dreimal. Eine absolute Buchempfehlung. Insbesondere – wohl – für diejenigen, die sich zurzeit mit dem Gedanken anfreunden, ebenso nach New York auswandern zu wollen.

„Nie wieder New York: 2 Jahre in New York City“ gibt es u.a. drüben bei Amazon als Kindle Edition (7,39 Euro) oder als Taschenbuch für 12,95 Euro (364 Seiten).

(Bildnachweis: Amazon / Copyright by Wolfgang Ga(e)bler)

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