Dahoam Familie Phänomedial

“Change is not Death. Fear of Change is Death”

Anfang November habe ich versucht, das (noch) laufende Jahr in Bildern festzuhalten. Gut und gerne hätten es in jedem Monat an die 20 bis 30 Bilder sein können, doch habe ich mich stets auf ein einziges Bild konzentriert, das ich mit meinem treuen Begleiter (iPhone, What Else?) für immer und ewig festgehalten habe. Diese Auswahl erfolgte rein intuitiv, ohne groß zu überlegen, ob es nun tatsächlich (für den einen Monat) passt oder eben nicht. Insofern bin ich auch da meiner Linie treu geblieben; Intuitiv, vielleicht manchmal zu impulsiv und ohne groß zu überlegen, welche (weitreichenden) Konsequenzen es vielleicht haben könnte – für mich selbst, aber auch für andere. Aber so bin ich nun mal, und daran wird sich auch nichts mehr ändern.

Nun. Berechtigt ist natürlich die Frage, was besser ist: Intuitiv, auf Knopfdruck und spontan zu reagieren und etwas mitzuteilen, was einem auf der Zunge brennt oder aber nächtelang darüber nachzudenken, bevor man es in die Welt hinaus pustet. Oder im persönlichen Gespräch. Oder wie auch immer. Eines steht fest: nüchtern betrachtet kann ich allen nur letzteres empfehlen. Andererseits, was wäre heute diese (verrückte) Welt, wenn es nicht noch Menschen geben würde, die ihrem Herzen und inneren Überzeugung folgen würden? So sind mir all diejenigen, die ihren Emotionen – im hier und jetzt – freien Lauf lassen, allemal lieber als diejenigen, die sich stets hinter einer Maske verstecken, jeden Tag aufs Neue etwas darstellen wollen, was sie eigentlich gar nicht sind und stets nur gefallen wollen, im eigenen Hamsterrad gefangen und nur das eine Ziel verfolgen, am Ende des Tages nicht mit Ecken und Kanten anzustoßen und es allen recht machen zu müssen.

Eigentlich bin ich kein Freund von Bilanzen, ob das nun mit der Buchhaltung zu tun hat oder mit dem eigenen Leben. Ein Jahr zusammenfassen, Gutes und Schlechts gegeneinander abzuwägen und dann ein Fazit zu ziehen? Das funktioniert irgendwie nicht. Nicht bei mir. Trotzdem bleibt natürlich, in diesen letzten Wochen vor dem Jahreswechsel, die Selbstreflektion und die daraus gewonnene Erkenntnis, das eine oder andere – beim nächsten Mal – besser machen zu wollen. Aus (eigenen) Fehlern zu lernen und zu versuchen zu verstehen, was man da alles verbockt hat oder eben auch nicht.

Aber, um es auf den Punkt zu bringen und somit euren Voyeurismus zu befriedigen, kann ich dieses Jahr in Prozenten und in etwa so festhalten: 80 Prozent verbockt, 20 Prozent richtig gemacht. Zufrieden?

Für wahr! Es war für mich nicht nur ein tolles Jahr, es war war für mich vielleicht DAS JAHR schlechthin. Denn, einmal abgesehen von all den tollen Erlebnissen, all den tollen Menschen, die ich (neu) kennenlernen durfte – ob privat oder geschäftlich – waren es Monate, in denen ich mich selbst (wieder!) kennenlernen durfte; mit allen Macken und allem Gutem, was einem in die Wiege gelegt wurde. Und, wie es eben so ist, braucht es dazu einen anderen Menschen, der dich auf diesem Weg begleitet hat und so einiges mit dir durchgemacht hat, hoffentlich nicht alles unter Zwang. Der dich, trotz allen Fehlern, so genommen hat, wie man ist. Der dir aber – am Ende der Fahnenstange – auch nicht davor scheute, dir den Spiegel vor das Gesicht zu halten. Dazu braucht es nicht nur ein ewiges Verständnis, Mut und Durchhaltevermögen, sondern am Ende auch noch Veränderungen an sich selbst.

Und so gestaltete sich das Jahr 2017 wie eine Achterbahn. Doch, was mich betrifft, noch niemals zuvor so intensiv, so wahrhaftig und wirklich. Jeden Tag aufs Neue; ein unbeschriebenes Blatt, das es galt, vollzuschreiben. Mit Geschichten, fern abseits von Phantasie, sondern mit dem wahren Leben.

Was mir nun bleibt, ist – einmal mehr – Danke zu sagen. In erster Linie allen wunderbaren Menschen, die ich auch in diesem Jahr kennenlernen durfte, dich mich begleitet und inspiriert haben, die mit mir mehr als Nachsicht zeigten (Ärzte, Krankenschwestern und natürlich Rettungsteams), Freunde und Bekannte aus Nah und Fern, die da waren, als ich es wieder einmal nicht selbst auf die Reihe bekommen habe, allen (Geschäfts-) Partnern, die immer noch der Meinung sind, aus meiner Feder was Anderes (und vielleicht was Besseres?) zu bekommen, allen Weggefährten und Befürwortern, die der Ansicht sind, doch das Heu mit mir auf der gleichen Bühne zu haben und sogar meinen (treuen) GegenspielerInnen, die tatsächlich – und immer noch – das Gefühl haben, mit ihren wirren Geschichten was zu ihrem eigenen (langweiligen) Leben beisteuern zu können.
Aber last but not least, gilt mein größter Dank einem Menschen, der in diesem Jahr wohl mehr bereit dazu war, sich und seine Wertvorstellungen mir selbst zu opfern – koste es, was es wolle. Und es auch getan hat. Ebenso und im gleichen Atemzug meinen beiden Kindern, die mich tagtäglich und von früh bis spät dazu ermuntern, hier auf der Erde noch ein Weilchen zu bleiben. Sie sind es, wofür ich wohl hier war und immer noch bin. 8

Und natürlich ihr alle da draußen, die regelmäßig hier vorbeischauen (aus welchen Gründen auch immer); treue Leserschaft. Wie es hier – digital – weitergeht, weiß ich selbst noch nicht.

So verbleibe ich, mit diesem letzten Beitrag, mit den besten Wünschen an euch alle: Do it! Und tut es allzeit richtig. Und gut. Bleibt euch stets selbst treu – mehr Sein als Schein. Und die ganze Welt soll es wissen.
Beste Gesundheit, jederzeit!

Zweit Hashtags, die mir am Herzen liegen: #SeeYouAgain 2018 und #IchbinWeilduBist

Nic Niggli

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